• Ein Jurist, der nicht mehr ist als ein Jurist, ist ein arm Ding (Martin Luther)
  • Wenn man alle Gesetze studieren sollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten (Johann Wolfgang von Goethe)
  • Nichts kennzeichnet den Wert der Anwälte besser als das Unbehagen, das ihr Wirken bei der Obrigkeit erweckt. So erließ Preußens Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. im Jahr 1726 die folgende Kabinettsorder für Gerichte und Juristenfakultäten : "Wir ordnen und befehlen hiermit allen Ernstes, dass die Advocati wollene schwarze Mäntel, welche bis unter das Knie gehen, unserer Verordnung gemäß zu tragen haben, damit man die Spitzbuben schon von weitem erkennt."
  • Die Anwälte hatten im Laufe der Zeit Fürsprecher, Consulenten, Advocaten, Procuratoren oder Concipienten geheissen.In einer bayerischen Verordnung vom 13. August 1804 tauchte zum ersten Male die amtliche Bezeichnung "Rechtsanwalt" auf. Der preußische Advocat wurde erst durch eine Verordnung vom 2. Januar 1849 in einen Rechtsanwalt umgewandelt und reichseinheitlich wurde der Titel erst durch die Rechtsanwaltsordnung vom 1. Juli 1878. In einer Verordnung zum Armenrecht in Rheinpreußen tauchte er am 16. Februar 1823 gar in der eigentümlichen Schreibweise "Rechtsanwald" auf.
  • Ludwig Thoma, ursprünglich selbst Jurist, gewann seinem Beruf als Rechtsanwalt immer weniger Vergnügen ab. Über einen besonders tüchtig geltenden Kollegen urteilte er : "Er hatte einen Einser im Examen und ist auch sonst von mäßigem Verstand."
  • Die Prozesswut seiner Landsleute charakterisierte Kurt Tucholsky mit den Worten : "Wenn der Deutsche hinfällt, steht er nicht auf, sondern sieht sich um, wer ihm schadensersatzplichtig ist."